Bild Header mobile Keimling

Strom wird 2020 teurer
Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steigt 2020 um 5,5 Prozent auf 6,756 Cent je Kilowattstunde.

Auslands-Knöllchen sind keine Betriebsausgaben mehr
Laut dem „Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ (kurz: Jahressteuergesetz) dürfen Unternehmer Geldbußen, Ordnungs- und Verwarnungsgelder, die in anderen EU-Staaten festgesetzt wurden, nicht mehr als Betriebsausgaben geltend machen. Auch Zinsen für hinterzogene Steuern fallen künftig unter das Betriebsausgabenabzugsverbot.

Plastiktüten-Verbot
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zum Plastiktüten-Verbot verabschiedet, das voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2020 in Kraft tritt. Davon betroffen sind leichte Kunststofftragetaschen. Unter das Verkaufsverbot fallen auch Tüten auf Bio-Basis. Vom Verbot ausgenommen sind sogenannte Hemdchenbeutel für Obst und Gemüse sowie stabilere Tragetaschen ab einer Wandstärke von 50 Mikrometern.

Mindestlohn steigt
2020 steigt der gesetzliche Mindestlohn. Ab Januar müssen Arbeitgeber dann mindestens 9,35 Euro brutto pro Stunde bezahlen – statt wie bisher 9,19 Euro. Auch etliche Branchenmindestlöhne steigen. Die Änderung betrifft auch studentisch Beschäftigte. Der Mindestlohn für Zeitarbeiter war bereits im Oktober 2019 gestiegen – auf 9,96 Euro (West) und 9,66 Euro (Ost).

Neues Gesetz zur Bürokratieentlastung BEG III kommt Anfang 2020
Als Kernelement wird die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung bezeichnet. So muss, wer sich als Arbeitnehmer krankmeldet, künftig keinen "gelben Zettel" mehr vorlegen. Ein elektronisches Meldeverfahren soll die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Papierform ersetzen. Allerdings gilt dies erst ab 2021.

Betriebliche Gesundheitsförderung: Höherer Freibetrag
Bieten Unternehmer ihren Angestellten besondere Gesundheitsleistungen an oder bezuschussen diese, erhalten sie dafür einen steuerlichen Freibetrag. Dieser steigt 2020 von 500 auf 600 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr.

Verkürzte Aufbewahrungsfrist für Computer
Nach einem IT-Systemwechsel müssen Unternehmer Altcomputer mit steuerlich relevanten Unternehmensdaten nur noch fünf statt wie bisher zehn Jahre lang aufbewahren. Ist diese Frist abgelaufen, sind sie lediglich dazu verpflichtet, die alten Dateien auf einem Datenträger zu speichern und aufzubewahren. Einschränkung: Hat eine Betriebsprüfung begonnen, dürfen die Rechner samt Software bis zu deren Abschluss nicht entsorgt werden – selbst dann nicht, wenn die Fünfjahresfrist zwischenzeitlich abläuft.

Kurzfristig Beschäftigte: Höhere Grenze für Pauschalbesteuerung
Bislang durften Arbeitgeber bei kurzfristig Beschäftigten – etwa Aushilfskräften in der Landwirtschaft – immer dann eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent ansetzen, wenn der durchschnittliche Arbeitslohn pro Arbeitstag 72 Euro nicht überstieg. Dieser Grenzbetrag erhöht sich auf 120 Euro.
Gruppenunfallversicherung: Höhere Pauschalierungsgrenze
Übernimmt der Arbeitgeber die Beiträge für eine Gruppenunfallversicherung, unterliegen diese einer pauschalen Lohnsteuer von 20 Prozent – sofern sie einen Betrag von bislang 62 Euro pro Arbeitnehmer und Kalenderjahr nicht überschreiten. Diese Pauschalierungsgrenze steigt auf 100 Euro.

Entscheidungen über Teilzeit auch per E-Mail
Wenn Mitarbeiter Anträge gemäß Teilzeit- und Befristungsgesetz stellen und Arbeitgeber diesen entsprechende Mitteilungen zukommen lassen, etwa zur neuen Verteilung der Arbeitsstunden, genügt künftig die sogenannte „Textform“ – also etwa eine Nachricht per Mail.
Ein unterzeichnetes Schriftstück („Schriftform“) ist nicht mehr erforderlich.

Steuerentlastungen bei der Weiterbildung
Gewährt ein Arbeitgeber seinen Angestellten Weiterbildungen, blieben die Leistungen bislang nur dann steuerfrei, wenn sie arbeitsplatzbezogen waren. Diese Einschränkung fällt weg. Weiterbildungen sind künftig auch dann von der Steuer befreit, wenn sie lediglich „die Beschäftigungsfähigkeit des Arbeitnehmers verbessern“ – wie etwa bei Sprach- oder Computerkursen.

Wahlmöglichkeit beim Job-Ticket
Beim Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr galt bislang: Übernehmen Arbeitgeber die Kosten, wird es mit nur 15 Prozent Einkommenssteuer besteuert. Komplett steuerfrei war der Vorteil, wenn der Arbeitgeber das Jobticket nicht vom Arbeitslohn abzog – sondern zusätzlich zum vereinbarten Gehalt zahlte. Allerdings konnte der Arbeitnehmer dann keine Entfernungspauschale mehr geltend machen, selbst wenn er das Jobticket gar nicht für den Arbeitsweg genutzt hatte.
Das ändert sich nun: Künftig können sich Arbeitgeber auch für eine 25-Prozent-Pauschalbesteuerung entscheiden. In dem Fall dürfen Arbeitnehmer Fahrtkosten weiter ohne Abzug steuerlich absetzen. Diese Variante ist günstig für Arbeitnehmer, die das ÖPNV-Ticket nur gelegentlich nutzen, meist aber weiterhin mit dem Auto zur Arbeit fahren.

Sonderabschreibungen für Elektrolieferfahrzeuge
Für die Anschaffung neuer, rein elektrisch betriebener Lieferfahrzeuge wird eine Sonderabschreibung eingeführt (2020 bis Ende 2030). Damit können Unternehmen bereits im Jahr der Anschaffung eines solchen Fahrzeugs zusätzlich zu den regulären Abschreibungsmöglichkeiten die Hälfte der Anschaffungskosten steuerlich abschreiben.


 kalender

2020 | Terminübersicht

weitere informationen

   __________________________________
 

laga hoexter klein

weitere informationen

  ______________________

 
Imagekampagne des deutschen Gartenbaus:
Natürlich schöne Augenblicke

welt  kamera