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Vier Tage lang war Nordrhein-Westfalen erneut das Zentrum der internationalen Grünen Branche. Vier Tage lang war die Messe Essen der Treffpunkt für Trends, Fachvorträge und Dialog. Die IPM hat sich einmal mehr als Schaufenster der Grünen Branche erwiesen – und zugleich als zentraler Treffpunkt sowie Marktplatz für Gärtnerinnen und Gärtner aus aller Welt. Hier hat sich erneut gezeigt, wie innovativ der Gartenbau auf aktuelle Herausforderungen reagiert. Rund 40 Mitgliedsbetriebe des Landesverbandes Gartenbau NRW präsentierten sich als starke Leistungsträger der Branche.

Inhaltlich spiegelte die IPM die zentralen Aufgaben des Gartenbaus wider: Innovationen in den Markt bringen, Ressourcen schonen, neue Zielgruppen ansprechen und die gesellschaftliche Bedeutung des Gartenbaus sichtbar machen. Zur Eröffnung setzte die Politik ein klares Zeichen. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen betonte die wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Rolle des Gartenbaus und unterstrich den Anspruch des Landes, den Gartenbau mit verlässlichen Rahmenbedingungen, Förderprogrammen, Forschung und Bürokratieabbau zu unterstützen – dafür setze sie sich auch in Berlin und Brüssel ein.

Ein Novum bildete das Spitzengespräch Gartenbau. Erstmals kamen viele Verbände aus der Grünen Branche gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Silvia Breher, auf der IPM zusammen. Im Mittelpunkt stand der offene Austausch über aktuelle Herausforderungen – von fairen Wettbewerbsbedingungen über Energie- und Klimafragen bis hin zu Ausbildung, Fachkräften, Forschung, Maut und praxistauglicher Regulierung. Das Treffen setzte ein klares Zeichen für Dialog auf Augenhöhe und für den Willen, die Zukunft der Grünen Branche gemeinsam zu gestalten.

Zum Treffpunkt Grüner Expertise wurde auch das Forum Gartenschauen. Unter dem Titel „NRW wächst über sich hinaus – Gartenschauen: Der grüne Booster für das Leben von morgen“ brachte die Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege NRW zentrale Akteure aus Neuss, der IGA, Kleve, Wuppertal und Garzweiler zusammen. Deutlich wurde: Gartenschauen wirken weit über die Veranstaltungsdauer hinaus. Sie geben Impulse für nachhaltige Stadtentwicklung, fördern Grün- und Freiraumplanung und stärken klimaangepasste, lebenswerte Städte – in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

Weitere Impulse gingen vom erstmals eingerichteten Runden Tisch Torf aus, den das BMLEH initiert hat. Hier diskutierten Akteure aus Praxis, Beratung und Politik über Wege zur Torfreduktion und über praxistaugliche Lösungen für die Betriebe. Ergänzt wurde das Thema durch Fachvorträge, unter anderem aus dem Projekt „Finito“ der Landwirtschaftskammer NRW, das Betriebe bei der Umstellung auf torfreduzierte Substrate begleitet.

In Halle 7 drehte standen Bäume im Fokus. Nordrhein-Westfalen war mit einem eigenen Baumschulstand vertreten. Sechs Baumschulen bündelten ihre Kompetenz und zeigten die Leistungsfähigkeit des NRW-Baumschulsektors. Mit der neuen Gehölze-Arena rückte ein weiteres Fachthema in den Mittelpunkt. Hier drehte sich alles um Gehölze, ihre Verwendung und ihre Bedeutung für Städte und Landschaften.

Auch der Nachwuchs spielte auf der IPM ESSEN 2026 eine zentrale Rolle. Bei „We love Green“ entdeckten rund 250 Schülerinnen und Schüler mitten im Messegeschehen die Vielfalt grüner Berufe. Ergänzt wurde das Angebot durch den erstmals durchgeführten Jungunternehmertag. Eine Keynote von Joey Kelly, persönliche Einblicke und viel Raum für Austausch und Vernetzung machten das neue Format zu einem Anziehungspunkt für junge Unternehmerinnen und Unternehmer – mit starker Beteiligung aus Nordrhein-Westfalen.

Fachliche Talks boten Mehrwerte für die Betriebe. Themen reichten von Zukunftsprognosen für den Gartenbau über Stadtbäume und Social Media bis hin zur Torfreduktion in der Praxis. Der IPM Messe-Cup setzte erneut handwerkliche und kreative Akzente. Unter dem Motto „Wo Natur keine Grenzen kennt“ stellten Gärtner und Floristen ihr Können unter Beweis. Mit über 80 Einreichungen verzeichnete die Kategorie „Strauß“ einen neuen Teilnehmerrekord. Die Siegerin des IPM Messe-Cups 2026 kommt aus Nordrhein-Westfalen: Bärbel Grzenia vom Gartencenter Wansing in Borken.

Zahlreiche Netzwerktreffen, darunter auch das Frauennetzwerk Gartenbau des Landesverbandes, rundeten das Messegeschehen ab. Die IPM ESSEN 2026 zeigte erneut: Der Gartenbau ist vernetzt, dialogbereit und zukunftsorientiert – und Nordrhein-Westfalen bleibt sein zentraler Treffpunkt.