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Die Bonsaiwerkstatt Werner M. Busch aus Düsseldorf konnte in der vierten Hallenschau eine Große Goldmedaille für ihre ausgezeichnete Pflanzenqualität und die Bonsai-Präsentation gewinnen. Wir sprachen darüber mit Werner M. Busch in Düsseldorf in der Bonsaiwerkstatt.

Was zeichnet Ihre Exponate besonders aus?

Wir haben uns auf die Bonsaizucht von heimischen Bäumen spezialisiert. Bonsaikunst wird auf der ganzen Welt betrieben, man zieht natürlich auch japanische Bäume in Europa, aber die Bonsai, die wir anbieten, sind robuster, unter unseren klimatischen Bedingungen unempfindlicher. ...

Sie haben wenig Probleme mit Frost oder trockener Luft. In Japan herrscht eine viel höhere Luftfeuchtigkeit. Wenn man an die 3 heißen, trockenen Sommer in  Deutschland denkt: da hätten wir viel mehr Arbeit mit japanischen Gehölzen gehabt.

Was war kompliziert an der Bonsai-Schau? Gab es Hürden für Aussteller?

Nein, nicht wirklich, aber wir hatten dieses Mal wenig Platz. Bonsai brauchen eine Einzelstellung, damit jeder Baum auch wirken kann. Das deutsche Sprichwort „Man sah den Wald vor lauter Bäumen nicht“ passt wohl… Zudem waren die etwas lauten Hortensien nicht der ideale Hintergrund, vor dem man Bonsai fotografieren kann. Farbe lenkt ab. Die Aufstellung so hinzubekommen, so das auch eine gute Wirkung für jedes Formgehölz entsteht, das war die größte Herausforderung.

Wie werben Sie mit den Medaillen?

Wir sind stolz, dass wir dieses Mal erneut eine Große Goldmedaille der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft gewonnen haben. Es ist immer ein bisschen wie im Sport: wer bekommt die kostbarsten Medaillen, die Großen Goldmedaillen? Wir sind seit 35 Jahren professionell auf dem Markt und das zeichnet uns aus. Unsere heimischen Bonsais konnten schon 35 Jahre wachsen. Ein Vorteil vor unseren Mitbewerbern, die damals gar nicht die Chancen der heimischen Gehölze gesehen haben. Wir werden das Ergebnis an die grüne Fachpresse berichten und auch in die Bonsaipresse – da gibt es spezielle Magazine.

Haben Sie Anregungen für zukünftige Ausstellungen?

Es wäre schon gut, wenn wir vor der Hallenschau mal die Pläne sehen könnten, damit wir besser abschätzen können, wieviel Platz für die Exponate es gibt. Vielleicht hätten wir für diese Schau auch nicht so hohe Gestelle verwendet, wenn wir von der Höhe und den Ausmaßen gewusst hätten. Und natürlich war es etwas eng. Wir wollen eigentlich niemanden mit unseren Bonsais bedrängen. Weniger ist manchmal mehr…

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